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Fohlenschau 2021

05.08.2021 Text: Karin Schweiger

Typ, Grundgangarten und Busch – es geht doch!

Am gestrigen Mittwoch lud das Gestüt Neuhof von Dr. Annette Wyrwoll zur Fohlenmusterung nach Duggendorf in die Nähe von Regensburg ein. Ein Traditionstermin, an dem immer Fohlen mit nicht ganz alltäglicher Abstammung, mit Ausrichtung auf Springen und Busch und meist auch mit viel Blut zu sehen sind. Wer noch immer der Meinung war, Springtalent beiße sich mit Typtreue und Korrektheit, der wurde – zum wiederholten Male – gestern eines Besseren belehrt. Gewohnt professionell vorbereitet, erwartete Aussteller und Zuschauer ein hochinteressanter Abend in der alten Tradition von Trakehner Pferden, guten Gesprächen und bester Verpflegung.

Deutlich gegenüber ihrer Mutter verbessert, stellte sich eine Der-Dürer-Tochter vor, deren Mutter mit dem in Polen hochgeschätzten, selbst sporterfolgreichen Gluosnis xx nicht nur ein Ausrufezeichen ins Pedigree setzt, sondern mit großer Zuverlässigkeit im Para-Springsport auf Bundesebene glänzt (Z/B: Roland Boost, Prebitz). Dressur im Blut hatte eine knapp drei Monate alte Tochter des Freiherr von Stein, aus einer Meraldik-Stute gezogen, die klare Prämienqualität hatte, aber ganz sicher später auch einmal einen sehr guten Sprung machen wird (Z/B: Dr. Maren Pankrath, Berg). Ein gerade vier Wochen alter Tecumseh-Sohn aus einer mit Prämien- und Elitetitel geadelten Beg-xx/Heops-Tochter der Hausherrin konnte die Kommission ebenso von seinen Qualitäten überzeugen wie das mit viel Spannung erwartete Töchterchen des Dreiviertelblüters Touch my Heart aus der Neuhofer Spitzen-Mutterstute StPrPrElSt. Lakör v. Herzkristall.

Zwei absolut außergewöhnliche Hengstfohlen führten das Lot an und sorgten für Ahs und Ohs bei Richtern und Zuschauern: Zum einen – Ladys first – der Tecumseh-Sohn aus der sportlich so erfolgreichen Lacorna v. Cornus von Dr. Annette Wyrwoll, der nicht nur ein Trakehner Hengsttyp vom Feinsten war, sondern sich auch zu bewegen verstand – bevorzugt natürlich mit seiner bemerkenswerten Galoppade. Zum anderen der edle, nicht weniger typvolle und bewegungsstarke Schimmelsohn des Giuliani, dessen Mutter den Vollblutaraber Normativ ox zum Vater hat und anlässlich der Landesschau 2009 in Mainburg Ib-Preisträgerin der Voll- und Halbblutstuten war (Z/B: Dr. Lutz Schubert, Amberg). Wir dürfen gespannt auf die weitere Entwicklung besonders dieser beiden Hengste sein …


Unser Hengstfohlen Khalid sammelte folgende Bewertungsnoten:

Typ: 9   

Körper: 8,5   

Fundament: 7,5   

Schritt: 8   

Trab: 9   

Galopp: 8   

Gesamteindruck: 8,5

Gesamt erhielt Khalid damit 58,5 Punkte und ist damit eins der besten Hengstfohlen des Jahrgangs 2021 im Trakehner Zuchtbezirk Bayern/Österreich.

 

Ziel der der züchterischen Anpaarungsplanung waren Typ, Bewegungsdynamik und das gute Interieur der Mutter mit Größe, Reitkomfort, Leistungsfähigkeit und Rittigkeit des Vaters zu kombinieren und dabei die rassetypische vielseitige Veranlagung nicht zu vernachlässigen.

Ich hoffe, soweit man das heute voraussagen kann, dass dies gelungen sein könnte. Aber der Weg zu einem später erfolgreichen Sportpferd ist lang. Dabei ist sicherlich noch das eine oder andere Hindernis zu überwinden und ein wenig Glück gehört natürlich auch dazu. Aber der Grundstein dafür ist gelegt!

Fohlen 2021 - Hengstfohlen von Giuliani

April 2021

Unser erstes und einziges Fohlen des Jahrgangs 2021 kam im April 2021 wohlbehalten auf die Welt.

Völlig überraschend gebar Kadmea den Hengst am Nachmittag, als gerade niemand im Stall war. Umso größer war die Überraschung, als wir nachmittags in den Stall kamen und ein Fuchsfohlen in der Box lag. Langsam verliert der junge Mann allerdings sein Fohlenfell und es zeigt sich: Er wird wie seine Mutter Schimmel werden!

Schimmel Hengstfohlen
*04.2021
v. Guiliani a.d. Kadmea v. Normativ ox

 

Superstar Kato!

September 2019

Unser Kato hat die Trakehner beim Bundeschampionat Fahren sehr würdig vertreten ... und sich in Schwandorf den Titel des Busch-Champions geholt ...


Mitte August 2019 fanden in Moritzburg die Bundeschampionate des Deutschen Fahrpferdes statt. Qualifiziert und mit dabei war auch unser Kato (Sch.W. *2003 v, Herbstkönig u.d. Kadmea v. Normativ ox), der sich an den Leinen seines Besitzers Bernd Brünner und mit "Altmeister" Bruno Six als Beifahrer sehr ansprechend zeigte und im elitären Feld wahrlich nicht verstecken musste. 

Seine Vielseitigkeit stellte er wenige Wochen später unter Beweis, als er sich mit Josepha Brünner im Sattel in Schwandorf-Büchelkühn den Sieg in der VA sicherte und damit die Schärpe für den diesjährigen Bayerischen Trakehner Vielseitigkeits-Champion umgelegt bekam.